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  • Beitrag zuletzt geändert am:12. März 2025

Spontane Freiheit auf vier Rädern: Unser Roadtrip nach Andorra

Ende September 2024 war es endlich soweit: Wir hatten uns einen Camper bei Webcamper geliehen und wollten Richtung Österreich aufbrechen. Doch das Wetter hatte andere Pläne. Schwere Unwetter, Überschwemmungen – keine idealen Bedingungen für einen entspannten Roadtrip. Also musste Plan B her.

Camper ausgeliehen bei https://www.webcamper.lu/

Wir setzten uns vor die Wetterkarte, suchten nach Sonne und spannenden Landschaften – und da war es: Andorra! Ein lang gehegter Traum, endlich wahr gemacht. Die Sonne sollte dort noch einige Tage scheinen, die Pyrenäen warteten, und wir hatten zwei Wochen Zeit. Perfekt!

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Frankreich - Pyrenäen
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Aufbruch ins Abenteuer – die erste Etappe

Um keine Zeit zu verlieren, starteten wir noch am Abend nach der Arbeit. Unser Ziel für den ersten Zwischenstopp: ein Camping-Car-Park für eine ruhige Nacht. Nach knapp drei Stunden Fahrt suchten wir uns dort einen Platz, klappten die Sitze zurück und ließen den Stress des Alltags langsam hinter uns.

Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Wir fuhren Richtung Andorra, genossen die sich verändernde Landschaft und legten regelmäßig Pausen ein – vor allem wegen unserer beiden Hunde, die zwischendurch Bewegung brauchten.

Château de Valtan – Ein vergessenes Juwel aus dem 19. Jahrhundert

Ein besonderer Zwischenstopp auf unserer Fahrt war das Château de Valtan bei Liernolles. Eigentlich ein Zufallsfund, aber genau solche unerwarteten Entdeckungen machen Roadtrips doch aus!

Das kleine Schloss stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde als Gentilhommière – also als Herrenhaus – erbaut. Leider fiel es später einem Brand zum Opfer und ist heute verlassen. Trotzdem erkennt man noch seine einstige Pracht: ein quadratisches Hauptgebäude, flankiert von zwei runden Türmen an der Hauptfassade. Besonders auffällig sind die Überreste des roten Sandsteins, der für Fenster- und Türrahmen sowie die Ecken des Gebäudes verwendet wurde – eine Bauweise, die in dieser Region typisch ist.

Obwohl das Château dem Zahn der Zeit überlassen wurde, hatte der Ort eine ganz eigene Magie. Die überwucherten Mauern, die Stille und der Kontrast zwischen Verfall und Natur gaben dem Ganzen einen fast mystischen Touch. Ein perfekter Ort für eine kurze Pause, um sich die Beine zu vertreten, die Hunde laufen zu lassen – und natürlich ein paar Fotos zu machen.

Übernachten auf den Camping-Car-Park Stellplätzen

An diesem Tag kamen wir bis kurz vor Andorra, wo wir uns für die Nacht wieder auf einem Camping-Car-Park-Stellplatz einquartierten. Diese Plätze nutzten wir auf unserer Reise besonders häufig, da sie eine einfache und kostengünstige Möglichkeit bieten, mit dem Camper zu übernachten.

Camping-Car-Park-Stellplatz

Wie funktioniert Camping-Car-Park?

Das System ist simpel: Man kann sich direkt am ersten Stellplatz eine Mitgliedskarte ausdrucken lassen, die dann an allen Plätzen genutzt werden kann. Vor Ort gibt es kein Personal – stattdessen läuft alles über eine App, die anzeigt, welche Services vorhanden sind. Diese reichen von Strom- und Wasseranschlüssen bis hin zu Entsorgungsmöglichkeiten für Abwasser. Allerdings sind die Sanitäranlagen nicht immer in bestem Zustand, weshalb es hilfreich ist, eine autarke Ausstattung im Camper zu haben.

Wir haben uns hauptsächlich um Strom, Wasser und Abwasserentsorgung gekümmert – alles andere hatten wir an Bord. Tatsächlich kamen wir aber sogar einige Nächte ohne Strom aus und konnten uns mit dem Wasser gut arrangieren.

Camping-Car-Park-Stellplatz

Plätze im Voraus reservieren?

Grundsätzlich ist es möglich, Stellplätze im Voraus zu reservieren, was bei beliebten Orten sinnvoll sein kann. Allerdings birgt das auch gewisse Risiken: Wenn sich Camper nicht exakt an die eingezeichneten Stellflächen halten und sich beispielsweise über zwei Plätze ausbreiten, kann es sein, dass ein reservierter Platz nicht mehr verfügbar ist. Da eine Rückerstattung in solchen Fällen oft nicht möglich ist, waren wir bei Reservierungen besonders vorsichtig – vor allem, wenn der Platz fast voll war.

Camping-Car-Park-Stellplatz

Die Preise für die Übernachtung auf diesen Stellplätzen sind sehr fair und lagen bei etwa 12 Euro pro Nacht. Weitere Informationen und eine Übersicht der Stellplätze findet man auf der offiziellen Website:
👉 Camping-Car-Park

Durch Andorra: Erste Eindrücke, Shopping-Wahnsinn & Bergpanoramen

Am nächsten Morgen ging es endlich in die Berge – und direkt durch Andorra. Ich war sofort beeindruckt von der Schönheit der Landschaft: mächtige Gipfel, enge Täler und eine Natur, die trotz der kompakten Größe des Landes unglaublich abwechslungsreich ist. Noch besser: Das Wetter spielte perfekt mit!

Zollkontrolle & Shopping-Paradies

Um nach Andorra einzureisen, passiert man eine Zollstation, ebenso beim Verlassen des Landes. Für Camper gibt es eine eigene Spur, sodass die Abfertigung in der Regel recht zügig geht. Direkt nach der Grenze merkt man sofort, warum so viele hierherkommen: Einkaufen, Einkaufen, Einkaufen! Menschen mit randvollen Einkaufswagen, vollbepackte Autos – Andorra ist ein echtes Shopping-Paradies, da viele Waren deutlich günstiger sind als in Frankreich oder Spanien.

Ein kleiner Spar-Tipp: Die zahlreichen Tankstellen entlang der Hauptstraße bieten ebenfalls günstige Preise – aber es lohnt sich, nicht gleich an der ersten zu tanken. Je weiter man sich von der Grenze entfernt, desto besser werden meist die Preise.

Auf den Spuren der Pyrenäen-Pässe

Da sich das Wetter in den nächsten Tagen ändern sollte, hielten wir uns nicht lange mit Shopping auf. Stattdessen machten wir uns auf, die Bergpässe Andorras und Nordspaniens zu erkunden. Unser Ziel war es, so viel wie möglich zu sehen, bevor der Regen kam – danach hatten wir immer noch über eine Woche Zeit zum Entspannen.

Die nächsten Tage führten uns über zahlreiche hochgelegene Pässe, mit teils schmalen, kurvigen Straßen, aber atemberaubenden Aussichten. Mal fuhren wir durch tiefe Täler, dann wieder Serpentine um Serpentine den Berg hinauf. Die Pyrenäen zeigten sich von ihrer besten Seite: grüne Wiesen, schroffe Felswände und kleine, verschlafene Dörfer mitten im Nirgendwo.

Übernachten mit dem Camper – minimalistisch, aber effektiv

Für die Nächte hielten wir uns weiterhin an das bewährte Camping-Car-Park-System. Diese kleinen Stellplätze reichten uns völlig aus, denn wir brauchten ja nur einen sicheren Platz für die Nacht, Wasser und Strom. Ein einziges Mal wichen wir auf einen klassischen Campingplatz aus – einfach, weil weit und breit kein Stellplatz in der Nähe war. Der Unterschied? Deutlich teurer. Auch wenn man dort mehr Komfort hat, waren wir froh, die meiste Zeit unabhängig zu reisen.

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Unsere Route über die Pässe

In den nächsten Abschnitten stelle ich euch die einzelnen Bergpässe vor, die wir gefahren sind – mit Tipps, Highlights und den schönsten Aussichten! 🚐🏔

Puymorens-Pass (Col de Puymorens)

Der Col de Puymorens bietet eine ruhige, fast einsame Auffahrt, da viele Reisende den gleichnamigen Tunnel bevorzugen. Doch für echte Passliebhaber ist die Strecke ein Genuss: Die Südrampe ab Porta startet mit vielen Kurven und wird weiter oben von engen Kehren ergänzt. Abgesehen von ein paar holprigen Abschnitten ist die Straße in gutem Zustand und eine schöne Alternative zur schnellen, aber unspektakulären Tunneldurchfahrt. Wer die Fahrt durch die Berge liebt, sollte diesen Pass nicht auslassen!

Andorra

In Andorra angekommen, haben wir erstmal gefrühstückt.

Hoch in die Berge

Aussichtsplattform Mirador Del

Gallina-Pass (Collada de la Gallina)

Der Coll de la Gallina im Südwesten Andorras ist ein echter Geheimtipp – besonders für Kurvenliebhaber. Erst seit 2014 vollständig asphaltiert, bietet er auf beiden Rampen eine sportliche Fahrt: Die Nordrampe überwindet 975 Höhenmeter auf 12 km, die Südrampe sogar 1.020 Höhenmeter bei ähnlicher Länge. Mit über zwei Dutzend Kehren ist der Pass ein echtes Highlight – und das Beste: Da er im Alltagsverkehr Andorras keine große Rolle spielt, bleibt er meist angenehm leer. Ein perfekter Spot für alle, die das Fahren genießen wollen!

Portillon-Pass (Col du Portillon / Col deth Portilhon)

Auf 1.293 Metern markiert der Col du Portillon die Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Die Westrampe beginnt in Frankreich mit einigen Kehren, die sich jedoch nicht besonders flüssig fahren lassen. Zudem führt die Strecke größtenteils durch dichten Wald, wodurch die Aussicht begrenzt bleibt – fast wie eine Fahrt durch Kanada. Ganz anders die spanische Ostrampe: Mit perfekt ausgebautem Asphalt, sanften Kurven und weiten Kehren sorgt sie für echten Fahrspaß und bietet eine reizvolle Abfahrt in Richtung Spanien. Ein unscheinbarer, aber lohnender Pass!

Peyresourde-Pass (Col de Peyresourde)

Der Col de Peyresourde (1.569 m) zählt zu den weniger spektakulären Pyrenäenpässen, bietet aber eine angenehme Fahrt mit schönen Ausblicken. Die Ostrampe von Bagnères-de-Luchon führt sanft bergauf, erst kurz vor der Passhöhe gibt es ein paar Kehren. Oben angekommen, erwartet einen eine unscheinbare Passhöhe. Die Westrampe verläuft entspannt bergab, mit wenigen Kurven und offenen Landschaften. Kein anspruchsvoller Pass, aber eine schöne Route.

Aspin-Pass (Col d’Aspin)

Der Col d’Aspin (1.489 m) verbindet die Täler Aure und Campan und zählt zu den Klassikern der Pyrenäen – nicht zuletzt wegen seiner 68 Auftritte bei der Tour de France. Die Ostrampe startet im charmanten Bergdorf Arreau, wo sich ein kurzer Stopp lohnt. Die Passstraße beginnt holprig, wird dann aber steiler und bietet großartige Ausblicke auf Wälder, Wiesen und Weiden. Viele Kurven, aber kaum Kehren prägen die Strecke. Die Passhöhe begeistert mit einem weiten Panorama, während die Westrampe weniger anspruchsvoll verläuft. Ein lohnender Pass mit echter Radsport-Geschichte!

Tourmalet-Pass (Col du Tourmalet)

Mit 2.115 Metern ist der Col du Tourmalet der höchste asphaltierte Straßenpass der französischen Pyrenäen – und einer der bekanntesten. Schon 1910 wurde er als erster Hochgebirgspass in die Tour de France aufgenommen und begeistert seither Rad- und Motorradfahrer gleichermaßen. Die Ostrampe ist lang, bestens asphaltiert und führt durch La Mongie, bevor sie sich spektakulär über Grashänge schlängelt. Die Westrampe ist steiler, geprägt von engen Kehren und Geröllhängen, oft ohne Leitplanken – Nervenkitzel garantiert! Weiter unten weichen die kargen Felsen idyllischen Almen. Ein absoluter Traumpass für Kurvenfans!

Tentes-Pass (Col des Tentes)

Ein besonderes Highlight in den Pyrenäen ist die Stichstraße zum Col des Tentes. Ausgangspunkt ist die malerische Gemeinde Gavarnie-Gèdre, die sich spektakulär in den Cirque de Gavarnie schmiegt. Ein Rundgang lohnt sich, allerdings nur zu Fuß, da das Gebiet für motorisierten Verkehr gesperrt ist.

Die Auffahrt zum Pass führt zunächst durch enge Kehren, dann über eine baumlose Hochfläche mit Skiliften und Almwiesen. Die letzten Meter sind nur per Wanderweg erreichbar, doch bereits vom Parkplatz aus bietet sich eine großartige Aussicht. Leider mussten wir hier umplanen, denn Hunde sind auf dem Wanderweg nicht erlaubt – also blieb uns nur, die Aussicht vom Parkplatz aus zu genießen.

Unterwegs begegnet man zahlreichen Schafen, Kühen, Ziegen und Murmeltieren, die oft direkt auf der Straße stehen.

Internet-Tipp: Ganz in der Nähe befinden sich die spektakulären Gavarnie-Fälle, die mit 422 Metern die höchsten Wasserfälle Frankreichs sind (GPS: 42.693271, -0.00452). Ein lohnenswerter Abstecher!

Soulor-Pass (Col du Soulor)

Die D 918 ist eine der schönsten Straßen der Pyrenäen und verbindet das Vallée d’Ouzom (Pyrénées-Atlantiques) mit dem Vallée d’Arens (Hautes-Pyrénées). Sie führt über den Col du Soulor (1.474 m), der nicht nur eine beeindruckende Aussicht, sondern auch eine spannende Streckenführung bietet.

Die Nordrampe steigt von Arthez-d’Asson kurvig den Hang hinauf und bietet spektakuläre Panoramen, besonders im oberen Bereich. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Cirque du Litor – die berühmte Verbindung vom Col du Soulor zum Col d’Aubisque, die Teil der legendären Route des Cols ist.

Auch die Ostrampe hat es in sich: Sie beginnt mit dichten Wäldern, schlängelt sich dann kurvenreich hinab nach Arrens-Marsous und läuft schließlich sanfter bis nach Argelès-Gazost aus. Besonders beeindruckend ist der Höhenunterschied – auf nur 19 Kilometern werden satte 1.019 Höhenmeter überwunden.

Ein absolutes Highlight für alle, die kurvenreiche Straßen und spektakuläre Landschaften lieben!

Aubisque-Pass (Col d’Aubisque)

Die D 918 zwischen Argelès-Gazost und Laruns ist eine der schönsten Straßen der Pyrenäen, doch das absolute Highlight ist der 17 km lange Abschnitt zwischen dem Col du Soulor und dem Col d’Aubisque. Diese atemberaubende Corniche-Straße schlängelt sich an den senkrechten Felswänden des Cirque du Litor entlang und bietet einen unvergleichlichen Nervenkitzel mit grandioser Aussicht.

Bereits 1860 unter Napoleon III als Teil der Route Thermale des Pyrénées in den Fels geschlagen, ist die Strecke bis heute schmal, nur spärlich gesichert und führt durch zwei dunkle Naturstein-Tunnel. Sie verläuft mit unzähligen Windungen an den Hang geschmiegt, kommt aber fast ohne Kehren aus.

Die Westrampe nach Laruns ist zwar ebenfalls reizvoll, aber nicht annähernd so dramatisch wie dieser legendäre Abschnitt. Für mich war dies der schönste Pass der ganzen Reise – gekrönt von einem Frühstück mit spektakulärer Aussicht.

Le Petit Train d’Artouste – Die höchstgelegene Schmalspurbahn Frankreichs

Der Le Petit Train d’Artouste ist nicht nur die höchstgelegene Schmalspurbahn Frankreichs, sondern auch ein echtes Abenteuer in den Pyrenäen. Auf 2.000 Metern Höhe fährt der kleine Zug entlang steiler Felswände und bietet spektakuläre Ausblicke auf die atemberaubende Bergwelt.

Mit dem Zug ins Hochgebirge – und dann zu Fuß weiter

Nach der 50-minütigen Fahrt mit dem Petit Train endet die Strecke – doch das Abenteuer geht erst richtig los! Vom Bahnhof aus führt eine anspruchsvolle Wanderung über steinige Pfade und zahlreiche Treppen hinauf zur Staumauer des Lac d’Artouste. Die Mühe lohnt sich, denn oben angekommen erwartet einen eine ruhige Oase mit einem malerischen Bergsee, an dem man sich entspannen und die Natur genießen kann.

Ein Stück Geschichte auf Schienen

Ursprünglich wurde die Bahn 1924 gebaut, um Material für ein Wasserkraftwerk am Lac d’Artouste zu transportieren. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel und bietet die Möglichkeit, die faszinierende Bergwelt hautnah zu erleben.

Abschied von den Bergen – Kurs auf die Küste

Schon auf der Rückfahrt mit dem Petit Train d’Artouste kündigte sich der Wetterwechsel an: Dichte Wolken schoben sich langsam zwischen die Berggipfel, als würden sie die Landschaft sanft einhüllen. Ein beeindruckendes Schauspiel – doch für uns auch das Zeichen, dass es Zeit war, die Pyrenäen hinter uns zu lassen.

Während wir uns aus den Bergen herausbewegten, wurde klar: Ganz Europa schien mittlerweile im Regen versunken zu sein. Doch ein Blick auf die Wetterkarte zeigte einen Hoffnungsschimmer – an der französischen Atlantikküste warteten noch ein paar Sonnenstrahlen auf uns.

Also fiel die Entscheidung leicht: Raus aus den Bergen, ab ans Meer! Statt weiter durch den verregneten Süden Frankreichs zu fahren, machten wir uns auf den Weg zur Île d’Oléron – einer Insel, die mit ihren weiten Stränden, bunten Fischerhäfen und maritimen Flair den perfekten Kontrast zu den rauen Gipfeln der Pyrenäen bot.

Île d’Oléron – Vom Hochgebirge ans Meer

Die Île d’Oléron, die größte französische Atlantikinsel nach Korsika, ist über eine kostenlose Brücke mit dem Festland verbunden – perfekt für eine spontane Weiterreise mit dem Camper. Schon bei der Überfahrt stellte sich das typische Inselgefühl ein: Weite Strände, Pinienwälder und kleine Fischerhäfen. Nach den schroffen Berglandschaften der Pyrenäen war der Wechsel zum maritimen Flair eine willkommene Abwechslung.

Die Île d’Oléron ist ideal zum Radfahren, Spazieren und Genießen.

Auch hier haben wir auf Camping-Car-Parkplätzen geschlafen.

Plage de la-Brée-les-Bains

Plage de la Boirie

Phare de Chassiron

Der Phare de Chassiron ist ein 46 Meter hoher Leuchtturm im Norden der Insel, bekannt für seine schwarz-weißen Streifen und spektakuläre Aussicht. Er wurde 1836 erbaut, um Schiffe sicher durch die rauen Gewässer des Atlantiks zu führen.

224 Stufen führen zu einem atemberaubenden Panoramablick
Garten in Windrosenform & kleines Museum zur Seefahrtsgeschichten
Perfekt für Küstenwanderungen & Fotospots an den Klippen
Blick auf Fischwehre & Austernbänke der Region

Le Chateau-d’Oléron

Le Château-d’Oléron ist eine historische Stadt im Südosten der Île d’Oléron, bekannt für ihre imposante Zitadelle und ihr charmantes Hafengebiet. Die Stadt spielte eine wichtige Rolle in der Verteidigung der französischen Küste und wurde im 17. Jahrhundert unter Ludwig XIV. von Vauban, dem berühmten Militärarchitekten, weiter befestigt.

Die Zitadelle von Le Château-d’Oléron – Eine beeindruckende Festungsanlage, die heute für Besucher geöffnet ist. Von den Wällen hat man einen großartigen Blick über das Meer und die Umgebung.

Bunte Austernhütten – Die alten Fischer- und Austernhütten am Hafen wurden von lokalen Künstlern in kreative Ateliers verwandelt, die heute Galerien, Boutiquen und Werkstätten beherbergen.

Austernkultur & Gastronomie – Le Château-d’Oléron ist ein Zentrum der Austernzucht, und es gibt zahlreiche Restaurants und Märkte, auf denen man die berühmten Marennes-Oléron-Austern probieren kann.

Malerische Hafenpromenade – Perfekt für einen entspannten Spaziergang entlang der Küste mit Blick auf die Austernbänke und den Ozean.

Jeden Morgen findet ein Markt statt, auf dem frische Meeresfrüchte, lokale Spezialitäten und handgemachte Produkte angeboten werden. Ein Besuch in Le Château-d’Oléron bietet eine perfekte Mischung aus Geschichte, Kultur und kulinarischem Genuss – ein absolutes Muss auf der Île d’Oléron!

Ile de Ré

Die Île de Ré liegt vor der französischen Westküste und ist über eine 3 km lange Brücke mit dem Festland verbunden. Bekannt für ihre weiten Sandstrände, charmanten Dörfer und das maritime Flair, ist sie ein beliebtes Ziel für Natur- und Radliebhaber.

Abbaye des Châteliers

Die Abbaye des Châteliers ist eine beeindruckende Klosterruine aus dem 12. Jahrhundert und eines der ältesten religiösen Bauwerke der Île de Ré. Gelegen an der Küste nahe La Flotte, bietet sie einen einzigartigen Anblick – besonders bei Sonnenuntergang, wenn die alten Mauern im warmen Licht leuchten.

La Flotte

La Flotte zählt zu den ältesten und schönsten Dörfern der Île de Ré. Mit seinem malerischen Hafen, den weiß getünchten Häusern und den blumengeschmückten Gassen strahlt der Ort eine besondere Atmosphäre aus. Direkt am Wasser reihen sich Cafés und Restaurants, in denen man die salzige Meeresluft genießen kann, während die Boote im Rhythmus der Gezeiten schaukeln.

Ein besonderes Highlight ist der mittelalterliche Markt, der mit seinen Arkaden und traditionellen Steinmauern fast wie eine Zeitreise wirkt. Hier werden frische Meeresfrüchte, lokale Käsesorten und andere Spezialitäten angeboten – perfekt für einen genussvollen Zwischenstopp.

Saint-Martin-de-Ré

Saint-Martin-de-Ré liegt an der Atlantikküste und ist stark von den Gezeiten geprägt. Bei Flut füllt sich der historische Hafen mit Wasser, Boote schaukeln sanft, und das maritime Flair ist überall spürbar. Bei Ebbe verändert sich das Bild komplett: Das Wasser zieht sich zurück und legt große Flächen Schlick und Sandbänke frei – ein faszinierendes Naturschauspiel, das typisch für die Region ist.

Die Gezeiten bestimmen nicht nur das Hafenbild, sondern auch das Leben der Insel. Austernbänke und Fischwehre werden sichtbar, und viele Besucher nutzen die Gelegenheit zur Strandwanderung oder zum „Pêche à pied“ – dem traditionellen Sammeln von Muscheln und Meeresfrüchten im Watt.

Egal zu welcher Tageszeit: Saint-Martin-de-Ré hat durch Ebbe und Flut immer einen ganz besonderen Charme!

Rochefort-en-Terre – Ein Märchendorf in der Bretagne

Rochefort-en-Terre, eines der schönsten Dörfer Frankreichs, liegt in der Bretagne und beeindruckt mit historischen Fachwerkhäusern, blumengeschmückten Gassen und einem mittelalterlichen Charme.

Historisches Schloss – Überreste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert mit schönem Park
Malerische Altstadt – Kopfsteinpflastergassen, Boutiquen & Kunsthandwerk
Blumengeschmückte Fassaden – preisgekrönte Blumenpracht in den Straßen
Lokale Spezialitäten – Crêperien, Cidre und bretonische Köstlichkeiten

Ein perfektes Ziel für Spaziergänge, Fotoliebhaber und Genießer – ein echtes Postkartenmotiv der Bretagne!

Pointe du Raz – Das wilde Ende der Bretagne mit Wanderung

Die Pointe du Raz ist eine der spektakulärsten Landspitzen Frankreichs und markiert das westlichste Ende der Bretagne. Diese beeindruckende Klippe ragt rund 70 Meter über den Atlantik hinaus und bietet einen atemberaubenden Blick auf die raue Küstenlandschaft und die offene See.

Die Pointe du Raz ist bekannt für ihre starken Winde, tosenden Wellen und die oft dramatische Atmosphäre, die sich je nach Wetterlage ständig verändert. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf den Phare de la Vieille, einen einsamen Leuchtturm, der seit über einem Jahrhundert den Schiffen den Weg durch die tückischen Gewässer weist.

Ein gut ausgebauter Wanderweg führt entlang der Klippen und gibt den Blick auf die schroffe Landschaft frei, welche wir auch gemacht haben. Das Naturschutzgebiet rund um die Pointe du Raz ist Heimat zahlreicher Seevögel und ein Paradies für Natur- und Wanderfreunde. Wer die ungezähmte Kraft des Atlantiks spüren möchte, findet hier einen der beeindruckendsten Orte der Bretagne.

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Schiffsfriedhof von Camaret-sur-Mer

Am Hafen von Camaret-sur-Mer, an der Westküste der Bretagne, liegt einer der bekanntesten Schiffsfriedhöfe Frankreichs. Hier ruhen die wrackartigen Überreste alter Fischerboote, die einst das Meer befuhren und nun von Wind, Salz und Zeit gezeichnet sind.

Diese verlassenen Boote sind stille Zeugen einer vergangenen Epoche, als Camaret ein bedeutender Fischereihafen war. Heute sind sie nicht nur ein eindrucksvolles Fotomotiv, sondern auch ein Symbol für die Verbindung der Bretagne zum Meer.

Cap de la Chèvre – Die wilde Schönheit der bretonischen Küste (mit Wanderung)

Das Cap de la Chèvre ist eine beeindruckende Landzunge an der Südspitze der Halbinsel Crozon in der Bretagne. Mit seinen steilen Klippen, die hoch über dem Atlantik thronen, bietet es einen spektakulären Panoramablick auf die wilde Küstenlandschaft, das türkisfarbene Meer und die gegenüberliegende Pointe du Raz.

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Cap de la Chèvre
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Mont-Saint-Michel – Die magische Klosterinsel der Normandie

Der Mont-Saint-Michel ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die beeindruckende Felseninsel in der Normandie erhebt sich majestätisch aus dem Meer und wird von einer imposanten Abtei aus dem 8. Jahrhundert gekrönt.

Das Besondere am Mont-Saint-Michel ist das Wechselspiel der Gezeiten: Bei Flut ist die Insel von Wasser umgeben, während sie bei Ebbe über weite Sandflächen erreichbar ist.

Die engen, mittelalterlichen Gassen, gesäumt von historischen Häusern, kleinen Geschäften und Restaurants, führen hinauf zur berühmten Abtei, von der aus man einen spektakulären Blick auf die Bucht genießt.

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Mont-Saint-Michel – Vom Parkplatz für Camper
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Camping Le Vieux Fort – Campen mit Meeresrauschen

Ein Traum wurde wahr: Campen direkt am Strand und morgens vom sanften Rauschen des Meeres geweckt werden. Auf dem Camping Le Vieux Fort konnten wir genau das erleben.

Der Campingplatz liegt in unmittelbarer Nähe zum Wasser und bietet eine entspannte, naturnahe Atmosphäre. Beim Öffnen der Camper-Tür blickt man direkt auf das Meer – ein Gefühl von Freiheit und Ruhe, das kaum zu übertreffen ist. Die Lage ist ideal für Strandspaziergänge, Fahrradtouren entlang der Küste und entspannte Abende mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Ein perfekter Ort für alle, die das Meer lieben und sich einen Stellplatz in erster Reihe zur Natur wünschen!

Utah Beach – Historischer Landungsstrand der Normandie

Utah Beach ist einer der fünf Strände, an denen die Alliierten am D-Day (6. Juni 1944) in der Normandie landeten. Als westlichster Landungsabschnitt der Amerikaner war er strategisch entscheidend für den Erfolg der Invasion. Heute ist der Strand ein Gedenkort, an dem die Geschichte spürbar wird.

Entlang der Küste befinden sich mehrere Denkmäler, Bunkerreste und das Utah Beach Museum, das die Ereignisse des D-Day mit Originalfahrzeugen, Filmen und Berichten von Veteranen dokumentiert. Trotz seiner historischen Bedeutung strahlt der weitläufige Sandstrand heute eine friedliche Atmosphäre aus und lädt zu Spaziergängen ein.

Omaha Beach – Der blutigste Schauplatz des D-Day

Omaha Beach war am 6. Juni 1944 einer der entscheidenden Landungsstrände der Alliierten in der Normandie und gilt als einer der blutigsten Schauplätze des D-Day. Hier trafen die amerikanischen Truppen auf starken deutschen Widerstand, was zu hohen Verlusten führte.

Heute ist der breite Sandstrand ein Gedenkort, an dem zahlreiche Denkmäler, Bunkerreste und das Musée Mémorial d’Omaha Beach an die Ereignisse erinnern. Besonders bewegend ist der nahegelegene Normandy American Cemetery, wo tausende weiße Kreuze die gefallenen Soldaten ehren.

Trotz seiner tragischen Geschichte ist Omaha Beach heute ein ruhiger, weitläufiger Küstenabschnitt, der Natur und Erinnerung auf einzigartige Weise verbindet. Ein Besuch ist eine eindrucksvolle Reise in die Vergangenheit.

Wandern entlang der Klippen von Étretat

Die Wanderwege entlang der Küste gehören zu den schönsten Frankreichs. Von den Klippen aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Atlantik, die steil abfallenden Felsen und die Strände tief unten. Die Wege führen durch weite Wiesen und entlang dramatischer Abhänge, immer mit einer frischen Meeresbrise im Gesicht.

Ein Highlight ist der Aufstieg zur Chapelle Notre-Dame-de-la-Garde, die auf einer Anhöhe thront und einen spektakulären Rundblick über die Küste bietet. Wer weiter wandert, kann die weniger bekannten Felsformationen wie die Manneporte oder die Falaise d’Amont entdecken.

Étretat ist nicht nur ein Paradies für Wanderer, sondern auch ein Ort voller Geschichte und Inspiration – zahlreiche Künstler, darunter Claude Monet, haben die Schönheit dieser Landschaft in ihren Werken festgehalten.

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Abschluss unserer Reise – Erinnerungen, die bleiben

Unsere Reise führte uns von den majestätischen Gipfeln der Pyrenäen über die sonnenverwöhnten Strände der Île d’Oléron bis hin zu den geschichtsträchtigen Küsten der Normandie. Jede Etappe hatte ihren eigenen Charme, von abenteuerlichen Bergpässen bis zu entspannten Tagen am Meer.

Wir haben spektakuläre Landschaften gesehen, auf einsamen Campingplätzen übernachtet, das Meer vor der Camper-Tür genossen und Geschichte hautnah erlebt. Ebbe und Flut, raue Klippen, verwinkelte Küstenorte – all das machte diese Reise zu etwas ganz Besonderem.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Es braucht keine perfekte Planung, sondern nur die Freiheit, unterwegs neue Wege zu entdecken. Die besten Momente waren oft die spontanen – ein unerwarteter Stellplatz mit Blick auf den Atlantik, eine einsame Bergstraße oder ein Spaziergang durch ein kleines, malerisches Dorf.

Diese Reise mag zu Ende sein, aber die Erinnerungen bleiben – und der nächste Roadtrip wartet schon!

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